Behinderte Menschen aus den verschiedenen Werkstätten in Nürnberg haben sich am 14. November 2008 im Luitpoldhain versammelt, um einen Gingko-Baum zu pflanzen. Bis Ende des Jahres 2008 sollen 60 eingepflanzte Bäume, über die ganze Stadt verteilt, an die Erklärung der Menschenrechte vor 60 Jahren erinnern.
Das Forum Nürnberger Werkstätten ist Pate des Gingko-Baums im Luitpoldhain und hat sich für den Artikel 22 der Menschenrechte entschieden. Er hat eine ganz besondere Bedeutung für die Teilhabe behinderter Menschen am Leben in unserer Gesellschaft.
In Kurzfassung lautet er:
"Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch auf die für die Würde und freie Entfaltung der Persönlichkeit unentbehrlichen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte."
Damit diejenigen, die den Baum betrachten, auch wissen, was die Beschäftigten in den Werkstätten unter dem "Recht auf soziale Sicherheit" verstehen, wurden bunte Wunschkarten beschriftet und an den Zweigen aufgehängt.
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Eine große Anzahl von Werkstattmitarbeitern und Begleitern haben sich am frühen Morgen im Luitpoldhain versammelt. Auch der Bürgermeister der Stadt Nürnberg ist neben anderen Ehrengästen dabei.
Nun kann der Gingko-Baum wachsen.
Eine Tafel auf einem Granitstein enthält die Kurzfassung des Artikels 22 der Menschenrechte. Dieser Text ist auch für blinde Menschen lesbar ("Brailleschrift").
Roland Weber, Sprecher der Werkstatträte der sechs beteiligten Werkstätten:
"Dies ist ein Beitrag, wo wir als Menschen mit Behinderung gefordert sind. Auch sollten wir eine größere Aktivität an den Tag legen, um unsere Situation zu verbessern."
Alle Teilnehmer hörten gespannt zu, auch wenn es kalt und frisch war.
Am Baum hängen viele bunte Wunschkarten. Auf ihnen stehen Forderungen und Wünsche behinderter Menschen.
Roland Weber wird vom Fernsehen des Bayerischen Rundfunks interviewt. Er hat noch Vieles zum Thema "Recht auf soziale Sicherheit" zu sagen.
© 2012 by WfB der Stadt Nürnberg gGmbH | Seiten-Update: 18.05.2012